Ratgeber zur KFZ Versicherung

Der Gesetzgeber hat für jedes Kraftfahrzeug eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Sie dient dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer und regelt Schäden und Ansprüche, die aus einem Verkehrsunfall herrühren. Ob der kleine Motorroller oder der große Truck, jedes Fahrzeug muss versichert sein.

Die Deckungssumme ist ein wichtiger Faktor im Schadensfall. Die gesetzlichen Mindestbeträge liegen bei 2,5 Millionen Euro für Personenschäden, 500.000 Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden. Wählt man jedoch eine Police mit unbegrenzter Deckung, so sind im Ernstfall die betroffenen Personen mit je 7,5 Millionen Euro versichert. Bei Sach- und Vermögensschäden gibt es keine Begrenzung. Die meisten Autofahrer entscheiden sich für die unbegrenzte Variante. Die bessere Absicherung kostet zwar etwas mehr, erhöht jedoch die Sicherheit um ein Vielfaches.

Die Versicherungsbeiträge sind eine sehr individuelle Angelegenheit. Sie können von Gesellschaft zu Gesellschaft sehr differieren. Die Beiträge sind vom Fahrzeugtyp, vom Alter des Versicherten oder von der jährlichen Fahrleistung abhängig. Auswirkungen hat auch der Abstellplatz des Fahrzeuges sowie die Anzahl der berechtigten Fahrer und deren Alter. Auch das Geschlecht von Fahrer oder Halter kann sich auf die Beitragshöhe auswirken.

Ändern sich die vereinbarten Bedingungen, sollte die Versicherungsgesellschaft informiert werden. Es kann sonst bei einem Schaden Schwierigkeiten und Nachzahlungen geben.

Der Versicherer kann Leistungen verweigern, wenn vorsätzlich gegen Gesetze und vertragliche Bedingungen verstoßen wurde, so zum Beispiel bei Autofahrten mit Alkohol. Vor dem 01. Januar 2008 konnten Versicherungsgesellschaften bereits bei grober Fahrlässigkeit Zahlungen aussetzen. Nach den neuen Gesetzen ist das nicht mehr so einfach. Die Kriterien zu Leistungsausschlüssen sollte man vor dem Vertragsabschluss genau unter die Lupe nehmen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Die Beitragseinstufung legt von vorneherein die Beitragshöhe fest. Fahranfänger beginnen mit der Stufe 0, was einem Beitragsprozentsatz von 240 Prozent entspricht. Will man zum ersten Mal ein Kraftfahrzeug zulassen, hat aber bereits seit mindestens drei Jahren einen Führerschein, kann die bessere Stufe ½ mit 125 Prozent zur Geltung kommen. Fährt man mehrere Jahre ohne einen Unfall zu verursachen, kann dieser Prozentsatz auf günstige 25 Prozent sinken.

Seit 1996 gibt es die Typenklassen. Jedes Fahrzeug wird in eine bestimmet Klasse eingeordnet. Alle Schäden, die ein Fahrzeugtyp in einem bestimmten Zeitraum verursacht, werden statistisch erfasst. Je höher diese Schadenssummen sind, um so höher sind Einstufung und Beitrag.

Auch die Regionalklassen werden zur Berechnung des Beitrages herangezogen. Das bedeutet eine Bewertung nach dem Wohnort oder dem Ort der Zulassung. In Ballungsräumen wie in Frankfurt oder München gibt es mehr Unfälle als beispielsweise in Ostfriesland. Also ist die Versicherung in den Ballungsräumen teurer.

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